Freitag, 20. April 2012

Fahrt nach Hervey Bay

Tankstelle in Apple Tree Creek
Wie ich schon in meinem letzten Blog erwähnte ging es dann um Mitternacht mit dem Greyhound Bus weiter nach Hervey Bay. Nach mehreren Stopps haben wir um 11:20 bei der Coach Station in Bundaberg eine 20 min Pause gemacht. Ich blieb aber im Bus, da wir auf einem Hinterhof standen und ich keine Möglichkeit sah, eine Jause zu kaufen. Unser nächster Halt war um 12:15 an einer in der Nähe von Apple Tree Creek stehenden Caltex Tankstelle. Wir blieben dort eine halbe Stunde. Leider gab es dort fast keine Auswahl an Essen, nur Sandwichbrote, Chips und Ähnliches, und das zu stark überhöhten Preisen, wohl wissend, dass der Greyhound Coach hier Halt macht.
Torquay Beach
Da vergeht einem sogar die Lust auf eine Flasche Wasser ... Mangels Alternativen in dieser Einöde habe ich mir ein Sandwich gekauft und gegessen.
Ich traue mich zu wetten, dass diese Tankstelle ohne die Greyhound Busse zusperren kann. Naja, nach ein paar weiteren Stopps und insgesamt vielen Stunden an Fahrzeit sind wir gegen 14:00 in Hervey Bay angekommen.
Mittlerweile war ich schon recht ausgelaugt und müde, da ich in den Bussen nicht wirklich richtig schlafen kann.
Scarness/Torquay Beach
In Hervey Bay hielt der Coach auf dem Parkplatz des lokalen Einkaufszentrums. Dort wartete auch schon ein Shuttle von Next Backpackers, welches auch zu Nomads gehört.
wir haben dort noch eine halbe Stunde auf einen weiteren Greyhound gewartet, der aber nicht ankam.
Im Backpackers habe ich in einem 12-Bett-Zimmer eingecheckt, gleich darauf noch einen Spaziergang zum nahegelegenen Strand gemacht und die Uferstraße entlangspaziert um zu sehen, welche Lokale dort existieren. Der Strand ist wirklich lang und angeblich kann man dort schon baden, ohne Angst vor den Quallen haben zu müssen.
Nomads Next Backpackers
Aber grob gesagt, in Hervey Bay spielt sich nicht viel ab, zumindest zu dieser Jahreszeit. Unterkünfte gibt es zu Hauf, aber Geschäfte und Restaurants sind grob gesät.
Ich habe mich dann für einen günstigen australischen Kebap entschieden, den dutzenden Papageien im nächstgelegenen Baum beim Spielen zugesehen und dann wurde es eh schon wieder dunkel und Zeit zum Hostel zurückzugehen.
Diesmal ging ich schon um 22:00 ins Bett, da ich vom vielen Reisen sehr müde war.

 

Hervey Beach auf einer größeren Karte anzeigen

Donnerstag, 19. April 2012

Whitsunday Island Segelturn

Die Hammer
Um 8:00 musste ich zum Einchecken am Jachthafen sein. Da hieß es schon rechtzeitig losmarschieren. Die Rezeption hatte gerade aufgesperrt und mit einem Gutschein von der Nomads Mitgliedschaft konnte ich meinen Reisekoffer dort lassen, ansonsten hätte es 5 AUD pro Tag gekostet.
Whitsunday Islands
Nach dem Auschecken ging ich mit meinem Rucksack los, in dem ich gerade die notwendigsten Sachen für zwei Tage verstauen konnte, und marschierte gut 15 min zum Hafen.
Whitehaven Beach
Explore Whitsundays besitzt hier übrigens kein Büro, sondern man wird quasi unter freiem Himmel abgefertigt. Um 8:30 ging es dann auf die Segeljacht Hammer und kurz darauf wurde auch schon abgelegt. Wir waren 18 Passagiere, der Skipper Miko und zwei Besatzungsmitglieder Johnny und Simon, wobei Johnny die Ehre hatte uns zu bekochen.
Meine Quarzsandschildkröte
Auf offener See segelten wir dann quer zum Wind zu den Whitsunday Islands. Dort ging es per Motorantrieb weiter bis zur Tongue Bay, wo wir ankerten und mit dem Schlauchbot zur Insel gebracht wurden.
Fast daraufgestiegen - Ein Rochen
Dort ging es über einen kurzen Wanderpfad auf die andere Seite der Hügels, wo man einen großartigen Blick auf die wundervollen strahlendweißen Strände der Whitesundays hatte. Der Sand ist deshalb so weiß, da er fast vollständig aus Silizium besteht. Baden war nur mit Neoprenanzug erlaubt, da es immer noch Nesselquallen gibt.
Hunderte von Krabben
Ich bin natürlich auch ein wenig ins Wasser, obwohl man dort eh nicht gut schwimmen konnte, da der Wellengang ziemlich stark war. Aber es machte auch Spaß, einfach nur herumzuspazieren, in der Sonne zu liegen und Sandschildkröten zu bauen. Aus meiner Sicht kann man aber mit Siliziumsand nicht so gut bauen, wie mit Korallensand.
Warten auf die Flut in der Tongue Bay
Bei meinen Streifzügen durch die Ebbelagunen bin ich auch über einen kleinen Hai und zwei kleine Rochen gestolpert (Bin fast über die armen Tiere gelaufen, da ich sie für Algen bzw. Steine hielt.)
Eine Ansammlung von hunderten, wenn nicht sogar tausenden von kleinen Krabben war ebenfalls zu bewundern.
Per Schlauchboot zum Schnorcheln
 Um 16:00 gings wieder zur Tongue Bay, wo wir dann fast bis 17:00 warten mussten, da das Schlauchboot erst über die Korallenbänke fahren konnte, als das Wasser 20-40 cm stieg.
Der Skipper verlor keine Zeit und steuerte das Schiff rasch Richtung Baird Point, da es bereits dunkel wurde. Dort übernachteten wir in den Kojen. Das war relativ ungewohnt. Gut geschlafen haben nur wenige.
Mit etwas Brot leicht zu ködern
Es regnete in der Nacht, aber am nächsten Tag war es wieder schön. Wir fuhren am Morgen zur Blue Pearl Bay zum Schnorcheln. Am Anfang hatte ich noch Schwierigkeiten mit der Brille, weil dauernd Wasser eindrang, aber mit der Zeit wurde es besser (wahrscheinlich weil mein Gesicht aufquellte und damit die Brille besser abdichtete ...) sodass ich am Schluss gar nicht mehr aufhören wollte.
Unterwasserwelt Blue Pearl Bay
Schnorcheln so knapp über den Korallen und zwischen den Fischen ist großartig. Man fühlt sich fast schwerelos. Zum Fotografieren nahm ich meine Kamera und packte sie in die Plastikschutzfolie. Das Ganze ist zwar dicht und man kann Fotos machen, doch muss ich eingestehen, dass man hier nur Glücksfotos schießen und ein echtes Unterwasserset nie ersetzten kann. Zuerst rutscht der Rahmen der Hülle dauernd vor das Objektiv, dann kann die Kamera unter Wasser fast nicht fokusieren, und nachdem man den Display nicht sieht (zu lichtschwach), weiß man gar nicht, wo man hin zielt. Dennoch, von 220 Fotos kann man 10 oder 20 verwenden. ;-)
Die Crew der Hammer
Ich wäre noch gerne weitergeschwommen, aber auch hier mussten wir wieder nach einer Weile weiterziehen. Unser nächster Stopp war beim Langford Island, wo wir ebenfalls schnorcheln konnten. Und wieder konnte ich fast nicht mehr damit aufhören, weil es so viel zu sehen gab.
Ich entdeckte eine Riesenmuschel und wir  hatten auch Kontakt mit einer Schildkröte, was natürlich das Highlight des Tages war.
Nach dem Mittagessen mussten wir aber schnell wieder den Anker lichten und weiterziehen.
Riesenmuschel
Sobald wir wieder auf offenem Meer waren setzten wir wieder die Segel und fuhren zurück zum Hafen von Airlie Beach. Dort angekommen konnten wir aufgrund des niedrigen Wasserstandes nicht einlaufen und mussten mit dem Schlauchbot hineintransportiert werden. Das war äußerst unangenehm, wurden wir doch noch auf den letzten paar Metern mit Salzwasser voll gespritzt.
Meeresschildkröte
Da ich diesen Abend noch mit dem Bus weiterfahren musste und keine nassen Sachen in den Koffer geben wollte, vor allem nicht jene mit Meerwasser, habe ich noch meine Wäsche waschen und trocknen müssen.
Das erwies sich als extrem kompliziert, da ich in keiner Unterkunft eingecheckt war und mein Gepäck nirgends sicher verwahren konnte. Deshalb musste ich dauernd mit meinen Koffern herumlaufen und regelmäßig die Waschmaschinen und Trockner abpassen, denn diese waren dauernd besetzt. Ein paar Leute vom Segelturn hatten sich noch in der zum Base Airlie Beach Ressort gehörende Down Under Bar zum Abendessen getroffen, aber durch meine Wäsche musste ich dauernd hin und herrennen und habe nicht viel dabei sein können.
Nomads Backpackers
Schließlich hatte ich noch irgendwie meine Wäsche fertig machen können und im Koffer verstaut. Da sich die Gruppe aufgelöst hat und ich mit meinen Koffern nicht dauernd in den Bars herumhängen wollte habe ich mich um 23:00 zur Haltestelle begeben.
Down Under Bar & Grill
Natürlich viel zu früh für den Bus. Das Warten auf den Holzbänken war recht ungemütlich und langweilig. Andere Leute sind erst viel später dazugekommen. Kurz vor Mitternacht kam dann endlich der Bus und es ging weiter nach Hervey Beach, in einem Greyhound Coach ohne funktionierende Toilette (Man vermisst das Klo erst, wenn man es braucht ...).


Whitsunday Islands auf einer größeren Karte anzeigen

Dienstag, 17. April 2012

Mit Greyhound nach Airlie Beach

Im Bus von Greyhound
Am Abend hatte ich noch einen Flug von Sydney nach Melbourne und einen Flug von Darwin nach Perth gebucht, wobei ich mir beim Zweiten nicht sicher bin, ob die Buchung über das Internet funktionierte, da das Netz (Global Gossip, wieder um 8,- AUD für 24 Stunden) ziemlich langsam war und mehrere Seitenladefehler auftraten. Auch wurde für den zweiten Flug auf einigen Buchungsseiten meine Kreditkarte nicht akzeptiert, obwohl das Limit noch nicht erreicht war. (Es wird sich leider erst später, als ich zurück in Österreich war, herausstellen, was schief gegangen ist.)
Ankunft mit Greyhound Coach
Es gab dann eine Flugbuchungsseite, welche übereilt und ohne Prüfung meiner Kartendaten die Buchung übernommen hat, leider auch mit Spesen, welche ich gar nicht dabei haben wollte. Zwar wurde der Flug gebucht, jedoch werde ich noch lange nicht sicher sein können, ob die Buchung wirklich funktionierte. (Wie sich herausstellen sollte, gab es noch einige Probleme und  Mahnschreiben dieser Buchungsseite, ohne jedoch auf meine emails zu reagieren und diese zu beantworten.)
Pavillions bei Nomads in Airlie Beach
Um 23:00 habe ich dann das Nomads Shuttle in die Stadt genommen, bin zur Greyhound Haltestelle in der Nähe des Hafens und habe dort bis 00:30 auf den Bus gewartet. Ich war aber nicht der Einzige, es sind dann schließlich über 20 Leute dort gestanden. Der Bus kam etwas verspätet und bis wir abführen war es dann 1:00.
Auf der Fahrt versuchten wir ein wenig zu Schlafen, ab und zu unterbrochen von Pausen bei Halte- und Tankstellen. Um 9:00 machten wir eine 40-minütige Pause um mitten im Nirgendwo (Guthalungra) an einer Tankstelle zu frühstücken.
Hauptstraße und somit Zentrum
Auf der weiteren Fahrt wurde ein Film eingelegt bis wir gegen 11:00 in Airlie Beach ankamen.
Dort hieß es für mich das Veranstaltungsbüro von Explore Whitsundays zu finden um mich für die gebuchte Segelfahrt am nächsten Tag anzumelden.
Nach der Anmeldung ging ich zur Nomads Unterkunft und checkte dort in einem 8-Bett Bungalow ein. Die kleinen Bungalows haben mir wesentlich besser gefallen als der große Betonbau in Cairns.
Blick hinunter auf Airlie Beach
Außerdem war das Wetter schön, was auch mehr zur wohlwollenden Urlaubsstimmung beiträgt. Ich war noch total fertig von der Busfahrt und habe mich ins Bett gelegt und die Augen zugemacht.
Kurz nach halb vier habe ich mich aufgerafft und machte einen Spaziergang zum Hafen und zurück, bin durch das Freibad und durch den Park am Strand entlang. Beim Cactus Jacks gab es die Dienstags Aktion, so viel Spaghetti Bolognese zu essen wie man will und das auch noch zu einem verdammt guten Preis. Ich hab zwei Portionen verdrückt, so gut waren die. Zur Feier des Tages genehmigte ich mir auch ein gutes Dessert.
Hafen
Ich bin dann zurück in mein Quartier, habe ein paar meiner Zimmerkollegen kennengelernt und bin duschen gegangen. Da ich zuerst ein Guinness wollte bin ich am Abend in die Irish Bar (Paddy's Shenanigans) gleich nebenan. Da ich aber der einige Gast dort war, habe ich schnell ausgetrunken und machte mich auf die Suche nach meinen Zimmerkollegen. Da ich sie nicht am vereinbarten Ort fand, musste zwar einmal durch den ganzen Ort und wieder zurück, bis ich sie in der anderen Bar gleich nebenan (Beaches Backpackers) fand. Dort hätte ich gleich anfangen können zu suchen, denn Airlie Beach ist nicht wirklich groß und es war auch anderswo nicht wirklich viel los. Dort gab es Live Musik und Guinness vom Fass, hurra. :-)
Lagune (Freibad)
Auch wenn für diesen Ort nicht übermäßig viele Leute unterwegs waren merkte man trotzdem, dass Airlie Beach eines der Sündenpools der Ostküste ist und fast ausschließlich mit dem jungen Partyvolk gerechnet wird. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Holländer und Briten am meisten Gas geben. Geschichten habe ich da gehört und mitbekommen, die gibt es sonst nirgends ...
Strand von Airlie Beach
Neben den paar gewöhnlichen Einwohnern ist der Rest dieser Ortschaft in der Hand einiger Reichen, welche das eine oder andere Boot im Hafen stehen haben.
Ich habe mich schließlich um 23:00 von der Gruppe verabschiedet und bin schlafen gegangen, weil mich die Fahrt mit dem Bus doch stark geschafft hat.
 
 

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Anektote zum Postwesen

Es ist zwar nicht das einzige, was mich auf meiner Reise geärgert hat, aber ich kann nicht
umher meine Probleme mit dem Postwesen zu schildern, im Speziellen mit der österreichische Post, DHL und der australische Post gleichermaßen, welche mir wieder einmal vorbildlich bewiesen haben, wie vollkommen bürokratisch und dämlich diese Betriebe bzw. deren Angestellten sind.

Mein Vater hat mir am 23.03. einen Brief per EMS auf meinen Namen zur Hauptpost nach Cairns geschickt, da ich wusste, dass ich dort ein paar Tage verweilen würde. Die österr. Post hat übrigens die Lieferung an DHL weitergeleitet und gar nicht selber übernommen.
Gewöhnlich beträgt der Postweg 10 Tage und darum hätte diese Sendung bereits ab Ende März im Postamt lagern sollen. Ich bin dann am Di 3.4., Mi 4.4. und Do 5.4. zum Postamt gegangen, habe mich mit meinem Reisepass ausgewiesen und nach meiner internationalen Post erkundigt, wurde aber jedesmal informiert, dass nichts angekommen ist und meine EMS Nummer ungültig ist, da diese nicht internationalem Standard entspricht. Da sage ich doch: "Hoppala, typisch österreichische Provinzpost, die sich an keinen Standard hält". Das EMS Tracking auf der Homepage der österreichischen Post war also komplett sinnlos. Am Fr 6.4. begannen die Osterfeiertage, somit konnte ich erst wieder am Di 10.4. zur Post schauen. Mittlerweile war ich aber schon ziemlich nervös und sauer, da ich die restliche Woche auf See sein würde und am So bereits weiterreisen sollte.
Aber wieder, die Post in Cairns hat mich abgewiesen. Selbst als ich erklärte, dass die Post aus Österreich kommt und per DHL transportiert wird, konnte man mir nicht weiterhelfen. Man erklärte mir sogar, dass im Regal hinter dem Schalter die internationale Post liegt und mein Brief nicht dabei ist.
Ich habe mir dann extra um 8,- AUD für ein paar Stunden einen Internetzugang gekauft und mit meinem Vater gechattet. Dieser konnte bei der österreichischen Post in Erfahrung bringen, dass DHL dem Brief eine eigene Trackingnummer gegeben hat und die Ware schon seit 27.3. in Cairns lagert. Leider war es schon nach 18:00 und ich konnte bei DHL niemanden mehr telefonisch erreichen.
Somit musste ich am nächsten Tag mit der Ungewissheit über den Verbleib meiner Post auf dass Tauchboot gehen. Leider hatten wir Mi und Do keinen Telefonempfang am Great Barrier Riff. Am Fr ist es mir am Vormittag gelungen bei DHL anzurufen und dort bestätigte man mir, dass der Brief von der Post höchstpersönlich bei DHL in Cairns abgeholt wurde. Man wies mich auch darauf hin, dass man mittels DHL Trackingnummer (welche eine international gültige ist) auf der Homepage der australischen Post den Status abfragen konnte. Und siehe da, mein Brief lag schon seit 29.3. zur Abholung bereit...
Schon ein wenig entnervt musste ich meine bereits fertig gebuchte Weiterreise um einen Tag verschieben und meinen geplanten Surfkurs stornieren. Zum Glück brachte es mein Kontakt beim Nomads Reisebüro fertig, dies ohne Stornokosten zu arrangieren.
Am Montag bin ich dann so bald es ging wieder zur Hauptpost gepilgert, wieder meinen Ausweis hergezeigt, wieder nichts da. Aber diesmal hatte ich die DHL Trackingnummer dabei und siehe da, gefunden. Es lag die ganze Zeit unter den 6 anderen Briefen und Paketen hinter dem Schalter. Und was war der Grund, dass es nicht gefunden wurde?
1. Die österreichische Post ist ein totaler Versagerbetrieb, welche einerseits nichts selber nach Australien transportiert und ein proprietäres Trackingsystem verwenden, welches keinem internationalen Standard entspricht.
2. Hier weiß ich nicht, ob es an der österreichischen Post oder DHL liegt, jedenfalls hat einer der beiden den Namen falsch eingetragen: Reltig statt Rettig ...
3. Die unfähigen Mitarbeiter der Post in Cairns, welche nur stur die Daten in den Computer eingeben und es nach 4-maligem Aufsuchen nicht schaffen, 6 Briefe im Regal zu durchsuchen, ob nicht vielleicht doch etwas da ist, was von Österreich kommt.
Jedenfalls hatte ich dann schließlich meine Post umständlich, verspätet, mit viel Ärger und entnervt bekommen und außerdem einen Tag meines Urlaubs verlorenen. Zum Glück entstanden keine Stornokosten für den Surfkurs, jedoch muss ich einige gebuchte, leider jetzt sinnlose Busfahrten einhalten, da ich den Flug von Golden Coast nach Sydney nicht mehr ändern kann. Schon wieder Geld sinnlos beim Fenster hinausgeschmissen...
Und so hat sich wieder mein Bild gegenüber der Post gefestigt, welches so treffend in einem alten Spruch beschrieben wird: "Wer nichts will und wer nichts kann geht zur Post oder zur Bahn."

Samstag, 14. April 2012

Tauchkurs und Great Barrier Reef

Ausbildungszentrum Pro Dive Cairns
Dienstag: Früh aufstehen, um 8:15 abgeholt.
Pro Dive Cairns Trainig Centre.
Wir waren eine internationale Gruppe mit 16 Leuten.
Vormittag Theorie, Mittag nach Sandwichpause, Arzt (Untersuchung kostet 55,- AUD extra, dabei werden Lunge und Ohren in einem Schnelltest überprüft.).
Nachmittag von 14:00 bis 17:00 Pooltraining.
Wieder zurück zu Nomads gebracht.

Kombüse der Scubadive Pro I
Mittwoch: Noch früher aufstehen, um 7:50 abgeholt.
Vormittag: Test von verschiedenen Masken und Flossen. Pooltraining bis 4 Meter Tiefe. Leichte Probleme mit Druckausgleich am linken Ohr. Probleme mit Atmung meine Tiefe zu stabilisieren. Vermutlich zu wenig Balast, aber unser Ausbildner Lauren meint, es sei genug.
Mittag zum Restaurant Grill's gebracht und Burger gegessen. Über die Tauchschule bekamen wir das Essen etwas günstiger. Dann Besuch im Shop von Pro Dive. Einige haben sich dort Ausrüstung gekauft. Fahrt zurück. Weiter theoretische Einschulung. PADI Endtest.
Um 16:15 zur Post gegangen. Paket wurde immer noch nicht zugestellt. Wie sich dann über die österreichische Post herausstelle hat DHL Cairns das Paket angeblich nicht an die Post in Cairns ausgeliefert.

Tauchgruppe kurz nach Einstieg
Donnerstag: Ganz ganz früh aufstehen. Um 6:05 abgeholt.
Zuerst Leute beim Shop gesammelt, Material eingeladen und zum Hafen gefahren. Auf die Scuba Pro I gegangen.
Regen, Wind und starker Seegang. Fahrt dauerte drei Stunden bis zum Great Barrier Reef. Trotz Tablette gegen Seekrankheit mussten sich die Hälfte der Leute übergeben. Ich zum Glück nicht, wohl war mir aber auch nicht.
Am Milln Reef um 11:00 erster Tauchgang runter auf 10 Meter. Wieder totale Probleme die Höhe zu halten.
Musste ständig den Druckausgleich mit der Nase machen. Leichte Probleme wieder mit Ohren.
Um 14:00 zum zweiten Tauchgang. Bei 5 Meter schon totale Probleme mit Druckausgleich auf linkem Ohr. Kurz bis 8 Meter, musste wieder Auftauchen, weil Druckausgleich nicht funktioniert. Tauchgang nach 10 Minuten abgebrochen.


Tauchgruppe im offenen Meer (Im
Hintergrund ist die Wellenbrecherfunktion
des Great Barrier Reefs gegenüber
dem Pazifik zu erkennen)
Freitag: Um dreiviertel 7 aufgestanden, aber nicht Tauchen gegangen. Immer noch Probleme mit linkem Ohr. Den Tag über auf Boot geblieben. Habe vom Flynn Reef aus sogar minimalen Empfang mit meinem Handy (Virgin Mobile) und konnte bei DHL anrufen. DHL meint, dass das Paket schon lange von der Post Cairns abgeholt wurde und zur Abholung aufliegt.
Eine Überprüfung mit der DHL Trackingnummer auf der Internetseite von der Australischen Post bestätigt das. Warum haben es dann die Mitarbeiter der Post nicht gefunden obwohl ich vier mal dort war? Ich muss jetzt meine Weiterreise verschieben und am Montag nochmals zur Post gehen um das ein für alle mal klären.
Am Abend war noch Nachttauchen. Ich war leider nicht dabei.

Team International vor Nachttauchgang
Samstag: Die Leute sind schon um 6:30 zum ersten Tauchgang gegangen. Es ist bewölkt, windig und zeitweilig regnet es. Es gibt am Vormittag insgesamt drei Tauchgänge, wobei ich an keinem teilnehme. Habe noch immer ein Kitzeln im linken Ohr. Kurz nach 12 geht es dann auch schon wieder zurück. Ich habe wieder eine Tablette eingeworfen gegen Seekrankheit, weil es auf der Rückfahrt wieder sehr unruhig ist. Diesmal bleib ich aber drinnen sitzen. die meisten sitzen draußen. Es wird wohl wieder einiges an Mittagessen zu den Fischen gehen ...
So schlimm war es dann doch nicht. Die Tabletten wirkten und die Leute waren schon mehr gewöhnt.
Interessant war es dann wieder an Land, wenn man sich konzentrierte still zu stehen... :-)
Beim Shop haben wir unsere Tauchausrüstung wieder zurückgegeben. Dann wurden wir zurück in die Quartiere gebracht. Geduscht und umgezogen bin ich wieder in die Stadt. Dort hat sich unsere Gruppe um 19:00 bei einer Pizzeria (Rattle 'n Hum) getroffen und  zu Abend gegessen. Ein paar sind nach dem Essen noch in Gilligans, wo eine große Party war. Ich bin dort ein bisschen geblieben und schließlich wieder zurück ins Nomads.

Fazit:
Ich habe den theoretischen Teil des PADI Open Water Divers gemacht, die Übungen im Pool und einen Tauchgang im Great Barrier Riff, wobei ich mich dabei nicht wirklich auf die Umgebung konzentrieren konnte. Drei Tauchgänge fehlen mir auf den Schein. Wäre das Wetter schöner gewesen, hätte ich wenigstens Schnorcheln können, so aber war es ein teurer Ausflug aufs Meer nur um die Zeit totzuschlagen.
Rückkehrer vom Nachttauchen
Die Ausbildung bei Pro Dive Cairns ist sehr professionell, leider geht der Kurs recht schnell von Statten, so dass weniger Wasser-Erprobte Schwierigkeiten haben sich so schnell anzupassen.
Auf dem Boot gibt es eine sehr gute Verpflegung, die Überwachung der Taucher und Sicherheit ist recht hoch.
Es werden 4 verschiedene Ankerpunkte angefahren.
Die zum Tauchen verwendeten Flossen und Brillen sind Standard, passen aber nicht jedem, erzeugen Druckstellen und sind schwerer zu Handhaben als eine Profiausrüstung. Am leichtesten haben sich jene getan, welche bereits über eigene bessere Ausrüstung verfügen. Vorteilhaft ist es auch, wenn man bereits mit diesen Sachen Schnorcheln war und damit Erfahrung sammeln konnte.
Wegen dem Wetter kann man leider nichts vorschlagen, das muss man so nehmen wie es ist.
Und wegen der Gesundheit, naja, wenn man Klimaanlagen nicht gewöhnt ist schlägt das schnell auf Nase und Ohren. Damit kommt jeder anders zurecht.



Great Barrier Reef auf einer größeren Karte anzeigen

Montag, 9. April 2012

Cape Tribulation

Daintree River Cruise
Heute hieß es wieder einmal nach langer Zeit wieder früh aufstehen.
Der Wecker läutete um 6:30 und um 7:10 wurde ich von Billy Tea Safaris vom Hostel abgeholt. Unser Gefährt war ein von außen eher komisch stelzig aussehender Geländebus.
Ich war der letzte Gast aus Cairns, aber in einem Ressort 20 km weiter stiegen noch 3 Leute dazu.
Unser Weg führe uns über die Scenic Route nach Mossman, wo eine Kaffee/Rauch/Pinkelpause eingelegt wurde.
Krokodil am Daintree River
Weiter ging es dann zum Daintree River, wo wir auf ein Boot umstiegen und die 'Mangrovenwälder' vom Wasser aus erkundeten. Zu dieser Jahreszeit gibt es zwar keine Blumen und Vögel zu beobachten, jedoch sind noch ein paar Krokodile dageblieben, die sich ablichten ließen. Es gab sogar Krokodilnachwuchs zu beobachten.
Walu Wugirriga
(Mount Alexandra Lookout)
Auf der anderen Uferseite ging es dann mit dem Geländebus weiter zum Walu Wugirriga (direkt übersetzt: look about) oder auch Mount Alexandra Lookout genannt, wo man schön der Küste entlang blicken konnte und die Mündung des Daintree Rivers sehen konnte.
Nach einer weiteren kurzen Fahrt machten wir einen 700 m langen Urwaldspaziergang in der Alexandra Range (Jindalba Boardwalk), wo uns zwei scheue Cassowaries (riesige Vögel) über den Weg gelaufen sind. In dieser Gegend gibt es zwar einige davon, dennoch hat nicht jeder Tourist das Glück einem zu begegnen.
Kangurus auf der Tierfarm
Ich konnte leider keine verwertbaren Fotos machen, da meine Canon Ixus 870 IS viel zu lichtschwach ist und über so gut wie keinen Zoom verfügt. Hier im Wald waren auch einige riesige Spinnen, welche ich nicht fotografieren konnte, weil die Ixus kein einziges mal auf die Spinnen fokusierte, sondern immer nur auf die Blätter weiter vorne oder hinter den Netzen. Da erkennt man wieder die Vorteile von Spiegelreflexkameras oder von Systemkameras mit guten Objektiven.
 
Ein Scherz über Cassowaries
Nach diesem Ausflug fuhren wir zu einer kleinen Wildtierasyl, wo man ein paar lebende Reptilien, Amphibien, Papageien und Kängurus beobachten konnte. Die Känguruhs konnte man übrigens füttern und streicheln. Dieser kleine Zoo gehört zum Lync Haven Cafe, wo wir danach ein hervorragendes BBQ mit üppigem Salatbuffet bekamen.
Dann ging es entlang des nicht asphaltierten Bloomfield Tracks bis zum Emmagen Creek, welcher warm genug war um darin zu schwimmen. Das fließende Wasser war immerhin um einiges wärmer als der See damals in Te Anau (NZ).
Emmagen Creek
Im Anschluss gab es noch eine Verkostung aller dort im Umkreis wachsender Früchte. Leider konnte ich diese aufgrund meiner Allergie nicht probieren. ;-(
Dennoch habe ich mich dann am recht gut schmeckendem Kuchen und dem Billy Tea (Daintree Tee) versucht. Aber das darauf folgende Kopfweh hat sich ausgezahlt. Hat verdammt gut geschmeckt. :-)
 
 
Cape Tribulation Beach
Danach sind wir noch zum Cape Tribulation Beach gefahren, einem herrlichen Sandstrand. Baden und Wasser waten sollte dort aber tunlichst vermieden werden, da noch immer Nesselquallen Saison ist (Gelee Fish), weiters im Meer Haie herumschwimmen und sich im Strandbereich Krokodile aufhalten können.
Entlang der Küste wachsen Mangroven.

 
Mangroven am Cape Tribulation
Wegen der Ebbe konnten wir dort auch hingehen. Zwischen den Wurzeln entdeckte ich einen sehr fotoscheuen, kleinen Schlammhüpfer.Es dauerte sehr lange, bis ich ein Foto schießen konnte, da sich dieser winzige Fisch ständig von mir verstecken wollte. Natürlich viel mir da die Makroaufnahme nicht leicht ...



Schlammhüpfer zwischen den
Wurzeln der Mangroven
Auf unserem Weg zurück sind wir noch zur so genannten Eisfabrik, wo man Eis aus frisch gepflückten Obstsorten essen kann (Da musste ich leider wieder aussetzen). Anschließend mussten wir noch mit einer Kabelfähre über den Daintree River.




 
Fähre am Daintree River
Wir haben dann auch noch eine Pause am Rex Lookout gemacht, um uns kurz die Füße zu vertreten.
Gegen 18:00 haben wir die ersten Leute wieder abgesetzt, ich war um Viertel nach 6 wieder zurück im Nomads.


 


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Sonntag, 8. April 2012

Cairns

The Serpents Backpackers
Schließlich und endlich bin ich dann doch noch in Cairns gelandet. Zwar auf meine eigenen Kosten, aber ich hoffe noch immer dass ich das Geld für die anderen Flüge zurückbekomme.
In Cairns scheint die Sonne und es ist heiß. Naja, für jemanden wie mich, der bisher nur den 'Winter' kennt, ist es heiß. :-) Die Temperaturen liegen im Bereich eines angenehmen österreichischen Sommers zwischen 20°C in der Nacht und 28°C am Tag. Das ist für die hiesigen Bewohner schon fast winterlich. :-)
6-Bett-Zimmer
Ich habe im Nomads Serpents Hostel Stellung bezogen. Es ist halbwegs günstig und man kann mit einer Mitgliedskarte für 37,- AUD ein paar Dollar sparen. Leider hatte ich bereits ein paar Nächtigungen übers Reisebüro im Voraus gebucht, somit kann ich etwaige Rabatte nicht mehr gültig machen.
Cairns Esplanade am Abend
Leider liegt das Hostel direkt in der Einflugschneise des Flughafens (die Jumbos donnern in 100 m Höhe direkt über das Haus) und liegt 3 km vom Zentrum entfernt. Zum Gehen braucht man ca. 40 Minuten.
Aber es wird ein fast stündlicher Shuttleservice angeboten, was dies erträglich macht. Es gibt auch eine hausinterne Bar und einen Pool, welche ich schon einige male genutzt habe. Durch die hohe Anzahl an Schlafplätzen ist dieser Ort aber eher für die junge Partygemeinde gedacht, als für Reisende, welche sich nach Ruhe sehnen. Außerdem mangelt es an tiefgehender Hygiene in den Dusch-WC-Kombiräumen, wo es erbärmlich stinkt.
Lagune
Aber wie schon erwähnt, ein Hostel wohl gerade richtig für Saufgelage.
Flugzeuge donnern über die Hotels
Cairns selber hat nicht viel Sehenswertes zu bieten. Es erinnert mich irgendwie an Lignano mit all den vielen Hotels. Alle paar Meter gibt es Tourismusbüros und Souvenierläden. Hier ist man offensichtlich auf eine riesen Flut an Touristen ausgerichtet, an welchen es zu dieser Jahreszeit zu mangeln scheint. Dennoch ist dauernd was los in den Straßen, Restaurant und Bars.
Am Ufer gibt es eine sehr schöne Promenade mit breitem Grünstreifen, mit im Stadtzentrumsnähe liegender Lagune, quasi einem Freibad. In diesem Parkbereich habe ich mich auch ein paar mal in die Sonne gelegt.
Krabben und Schlammspringer im
Schlamm bei Ebbe
Jedoch besitzt Cairns selber keinen Strand und ist aus meiner Sicht nur ein Basispunkt um Ausflüge zum Great Barrier Reef zu unternehmen. Fiji kann es auf keinen Fall ersetzten.
Cairns Waterfront
Übrigens findet jeden Samstag gleich neben dieser Lagune ein Markt statt an welchem auch zahlreiche Opalhändler teilnehmen. Die Gespräche mit diesen Verkäufern waren sehr informativ. Wie sich herausstellte war einer dieser Händler sogar ein gebürtiger Innsbrucker.
Noch ein Hinweis zu den WLAN Hotspots: Die Bandbreite beim McDonald's ist für die hohe Zahl an Kunden zu gering ausgelegt. Wenn man Glück hat und eine Verbindung aufbauen kann kämpft man um jedes Byte. Selbst zum Emailen ist das nicht ausreichend.
Fußgängerzone in Cairns
Besser hingegen funktionieren die WLAN Angebote einer Vielzahl an Restaurants und Bars, wo man nur etwas konsumieren muss und dadurch einen hervorragenden Internetzugang bekommt.
Beides ist natürlich nur für gewöhnliches Emails-Abrufen und Internetsurfen geeignet.




 

Cairns auf einer größeren Karte anzeigen